Fajal – Teil 2

Sorry, der Teil ist so lang, dass ich ihn lieber trenne und in 2 Artikeln stückweise online stelle – es gibt keine wirklich gute Stelle, um einen fließenden Text zu trennen, aber ich denke ich habe die Trennung gefunden, die am wenigsten weh tut 😉

Zweiter Teil kommt eh bald, keine Sorge.

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Herauo, Ostgebirge
Jahr des Falken, 5. Monat
12. Tag, Abends

Gesättigt, ausgeruht und in frische Kleider gehüllt humpelte Vicas mit zwei hölzernen Krücken in das opulente Zelt des Generals. Am Himmel begann die Sonne langsam, sich in Richtung Horizont zu bewegen, aber einige Stunden würden noch vergehen, ehe die Nacht über Terugal hereinbrach. Doch im Inneren des Zelts herrschte bereits die Dämmerung. Nur auf dem Tisch des Generals stand eine flackernde Öllampe, die den Raum in ein schwaches Licht tauchte. Das Mobiliar im Zelt wirkte spartanisch und einfach, die Stühle waren ungepolstert und aus Holz, einige Schemel standen am Rande des Lichtscheins gestapelt. Der Tisch war aus einfachem Holz, hatte zahlreiche Flecken und Kerben. Es schien, als wären die Möbel allesamt aus dem Dorf herangeschafft worden, das in unmittelbarer Nähe lag. Bewohner gab es dort seit geraumer Zeit keine mehr. Zuerst waren sie vor den Schicháss geflohen, doch auch nachdem die Echsen aus diesem Gebiet vertrieben waren, blieben sie fort, wohl wissend, dass in dieser Region nur Zwangsenteignungen auf sie warteten. Dankbar hatten die Soldaten daher die Bauernhäuser als Unterkunft requiriert, zum Schutz vor Kälte, Wind und Regen.
Der General lehnte im Schein seiner Öllampe über dem Tisch und blickte von seinen Listen auf, als er Vicas bemerkte. Auf den ersten Blick wirkte Fajal schwerfällig. Vicas hatte ihn bisher nicht persönlich kennengelernt und war etwas überrascht, einen gut genährten Mann vor sich sitzen zu sehen, denn selbst in den höheren Rängen waren Befehlshaber der Armee noch  gut trainiert.
Der General war ein alter Mann, sein Gesicht war von Falten gezeichnet, die zwar von seinen feisten Wangen etwas kaschiert wurden, aber doch unübersehbar blieben. Fajals Haare waren schlohweiß und kurz geschnitten, um seine hohe Stirn und die Geheimratsecken nicht unnötig hervorzuheben. Er trug ein lockeres Gewand, über das das rote Generalsband mit den kaiserlichen Insignien fein säuberlich drapiert war. Man sah ihm an, dass er der älteste noch dienende General der kaiserlichen Armee war – oder zumindest bis zu seiner Meuterei gewesen war.
„Baron Vicas. Es freut mich, euch persönlich kennenlernen zu können!“, grüßte Fajal ausdruckslos und wies mit seiner Hand auf den Stuhl ihm gegenüber, ohne dabei aufzustehen.
„Die Freude ist ganz meinerseits.“, erwiderte Vicas in vorsichtigem Tonfall. Er spürte, dass der General seinen Gast ebenso wenig einzuschätzen wusste, wie umgekehrt. Ihre höflichen Floskeln waren so hohl wie ein leeres Fass. Doch dieses Spiel musste er wohl oder übel mitspielen.
„Ich sehe, ihr wisst bereits wer ich bin. Es scheint, als eilte mir mein Ruf überall hin voraus.“, meinte Vicas, während er sich langsam und vorsichtig auf dem Stuhl niederließ.
Der Schmerz in seinem Bein, das der Dalan in dicke, balsamierte Bandagen eingehüllt hatte, ließ etwas nach, als er es auf einem der Hocker ablegte und das Blut sich im Körper verteilte.
„Allerdings. Ihr seid eine populäre Figur geworden, wie es scheint. Darf ich euch ein Glas Fadis anbieten? Oder etwas Obst?“, fragte der General.
„Danke für das Angebot, aber ich denke ich habe heute schon genügend alkoholischen Kräutersud eingeflößt bekommen. Etwas Obst hingegen kann ich nicht abschlagen.“
„Greift zu.“, erwiderte Fajal und deutete auf die Obstschale, die am Randes des Tisches stand.
Vicas nickte, machte aber keine Anstalten, seine Hand nach dem Obstteller auszustrecken. Stattdessen musterte er den General aufmerksam, suchte nach Anzeichen, die ihm irgendetwas über diesen Mann verrieten. Er wusste also, wer Vicas war und welchen Wert er für die Kaiserlichen hatte. War Fajal im Herzen so sehr kaisertreu, dass er einen Feind darstellte oder nach seinem Konflikt mit der Autorität so neutral, dass man ihn nicht als Gefahr ansehen konnte?
Einige Sekunden lang legte sich Schweigen über das Zelt. Dann ergriff der General erneut das Wort.
„Wisst ihr, Baron, ich glaube im Grunde sind wir uns sehr ähnlich. Ich sehe in eurem Blick, dass ihr skeptisch seid – und ich bin ebenfalls skeptisch. In meinen Augen, in den Augen des Generals seiner kaiserlichen Hoheit, der ich lange Jahre war, seid ihr ein Unruhestifter und Aufständischer, dessen illegitime Rebellion samt und sonders niedergeschlagen gehört. Aber ich kenne eure Gründe nicht. Nicht gut genug. Das wenige, was ich abseits des Geschehens hier mitbekommen habe, reicht bei weitem nicht aus für ein umfassendes Bild. Und vermutlich haltet ihr mich ebenso für einen Kriminellen, dem Loyalität weniger bedeutet als persönliche Macht, – immerhin habe ich mich  gegen meinen Herren aufgelehnt. Aber es geht mir nicht um Macht oder Einfluss und ich glaube nicht, dass ihr den ganzen Hintergrund meiner Meuterei kennt.“, begann Fajal.
„Aus diesem Grunde schlage ich vor, dass wir unsere Skepsis und Vorurteile im Zaum halten und uns erst einmal besser kennenlernen, bevor wir einander beurteilen.“
Vicas legte die Stirn in Falten und dachte über die Worte des Generals nach. Er war überrascht über die Offenheit des Mannes, über die brutale Ehrlichkeit und seine Scharfsinnige Einschätzung der Situation. Es war nur verständlich, dass die höflichen Floskeln aus dem Munde dieses Mannes so hohl und unglaubwürdig geklungen hatten. Die Maske aus Höflichkeit vermochte nicht, den provozierend offenen Charakter des Mannes zu verbergen. Fajal war kein professioneller höfischer Intrigant, der das Lügen und das Schauspiel zur Profession gemacht hatte.
Vicas entschloss sich, ihm fürs erste mit ähnlicher Offenheit zu begegnen, um dem General nicht weitere Gründe zum Zweifeln zu geben.
„Nun, euer Vorschlag klingt vernünftig. Ich habe in der Tat nicht genug über die Umstände eurer Entlassung gehört, um mir ein endgültiges Urteil bilden zu können. Aber ich frage mich, wieso ihr euch die Mühe macht, mich zu einem solchen Gespräch einzuladen, wenn ihr mich doch mit Haut und Haaren General Tar und der Kaiserin ausliefern könntet, um eure Gunst wiederzugewinnen.“
Fajal schnaubte angewidert.
„So weit käme es noch. Seid unbesorgt, Baron. Ich habe euch nicht als Gefangener oder Geisel hier vorgeladen, sondern lediglich als Gast. Ich hatte gehofft, eure Behandlung hier hätte euch bereits zu diesem Schluss kommen lassen. General Tar und die Kaiserin würden sich vielleicht gern wünschen, dass ich angekrochen komme und um ihre Gunst bitte, aber das wird nur in ihren Träumen passieren. Diesen Gefallen tue ich Gol Tar nicht.“, versicherte er mit bitterer Stimme.
„Wie ich sehe, ist euer Verhältnis zur Kaiserin und zu ihrem Reichsfeldmarschall nicht besonders freundschaftlich. Ich hatte schon befürchtet Ihr hättet eure Streitigkeiten mit dem Kaiserreich nach dem Tod Kaiser Oredans beigelegt. Nicht, dass ich euer Zerwürfnis aus persönlichen Gründen befürworte, aber ihr könnt sicher nachvollziehen, dass es aus strategischen Gesichtspunkten für mich erleichternd ist, zu wissen, dass ich nicht in direkter Gefahr bin und kein weiteres Banner im Dienst des Südens in der Nähe Crescuros steht.“, nickte Vicas.
Fajal lächelte leicht „Das glaube ich euch gern, Baron. Auch wenn ich kaum glaube, dass das Sternenbanner in seiner derzeitigen Verfassung in der Lage wäre, eine ernsthafte Bedrohung für Crescuro darzustellen. Aber ich verstehe, dass jeder Mann der nicht gegen euch steht, ein Gewinn ist. Aber eben aus diesem Grund interessiert es mich, wieso ihr in einen so verzweifelten Aufstand tretet – eure zahlenmäßige Unterlegenheit ist katastrophal. Selbst mit der vereinten Macht der Aristokratie der Nordprovinzen sind eure Aussicht auf Sieg verschwindend gering. Daher frage ich mich: Warum all das?“
Vicas´ nickte mit ernster Miene. Er hatte sich diese Frage selbst in den letzten Monaten sehr häufig gestellt, sowohl während der Vorbereitung ihres Aufstandes, als auch während der ersten Aktionen nach dessen Beginn. Aber egal wie verzweifelt ihr Handeln erscheinen musste, Vicas kam immer wieder zum Schluss, dass es notwendig war.
Er legte verschränkte die Finger und fixierte den General.
„Ich schätze, Ihr wisst selbst, dass es nicht ein Sieg ist, den wir anstreben – kein Sieg im Sinne einer Eroberung Daleas, eines Sturzes der Kaiserin oder einer Besetzung der Südprovinzen. Alles, was wir wollen, ist, die Kaiserin und ihre Minister auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen, sodass sie unsere Forderungen ernst nehmen und in ihren Entscheidungen berücksichtigen. Zu lange schon herrschen im Kaiserpalast hinter den zahlreichen Kulissen der Macht die einflussreichen Händlerfamilien und Patriziergeschlechter. Die Forderungen anderer Interessengruppen in diesem Land werden scheinbar nicht mehr berücksichtigt, stattdessen fallen einseitig ausgerichtete Entscheidungen zugunsten des aufstrebenden Geldadels. Das Dekret, das die Kaiserin zur Reformierung der Landordnung erlassen hat, ist dabei nur die letzte Entscheidung in einer langen Folge. Lange Zeit ist es Kaiser Oredan gelungen, die verschiedenen Fraktionen so zu spalten, dass sie nicht bereit waren, miteinander zu kooperieren und einzeln zu schwach blieben, um sich erfolgreich zu wehren. Doch Oredan ist alt geworden und sein politisches Genie ist mit seinem Alter verblüht. Sein letztes, überstürztes Werk – die Reform im Norden – hat genug Landherren und andere Teile der Bevölkerung erzürnt, um einen Widerstand zu organisieren, der endlich stark genug war, um ihm Gehör zu verschaffen. Mit allen Mitteln haben wir im Vorfeld des Aufstandes versucht, unsere Forderungen einzubringen, allen voran ich höchstpersönlich. Doch selbst der Tod des Kaisers hat nichts an den Vorhaben geändert. Die Minister trieben es als Oredans letztes großes Lebenswerk weiter voran, wohl wissend, dass ihre Familien und Sponsoren unglaublichen Profit aus den Resultaten schlagen würden.“, erläuterte Vicas und gönnte dem General einen Augenblick Schweigen, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, ehe er fortfuhr.
„Wohl wissend, dass die Minister weiterhin alles tun würden, um unser Bündnis zu zerschlagen, schlossen wir uns enger denn je zusammen und begannen, einen Plan zu erarbeiten, um die Reform zu verhindern – zur Not mit Gewalt. Nach und nach gewannen wir Teile der kaiserlichen Verwaltung für unser Vorhaben, überzeugten Militär und Bürgermeister von der Notwendigkeit der Gegenwehr und schmiedeten Pläne, um genug Druck aufzubauen, dass man unseren Forderungen nachgeben musste. Als die Kaiserin das Dekret schließlich unterzeichnete, griffen wir zu den Waffen, wie es geplant worden war. Statt an gegenseitigen Schuldzuweisungen und Vorwürfen zu zerbrechen, ist das Bündnis nun geeint gegen die kaiserlichen Loyalisten – und damit stärker als zuvor. Grundherren, denen es um den Erhalt ihrer Macht geht stehen Seite an Seite mit Männern wie mir, die eine Reform in anderer Ausgestaltung für notwendig halten. Zünfte und Verwalter kämpfen gemeinsam gegen ihre Entmachtung, unterstützt von Separatisten, die schon lange auf die Gelegenheit warten, die Fesseln des Kaiserreiches abzuwerfen – ebenso wie Männer, die endlich ihre persönliche Fehden mit ausgewählten Südländern austragen können.
Was glaubt ihr, wäre mit diesem Bündnis passiert, wenn wir uns nicht gegen die Reform gewehrt hätten? Alles wäre so weitergegangen wie bisher und niemand hätte seine Forderungen durchsetzen können. In der Tat wundert es mich, dass wir nicht längst wieder zum Verhandlungstisch eingeladen wurden, wo sich die Minister nur noch zurückzulehnen brauchen und zusehen müssten, wie sich unsere Koalition zerstreitet.“
„Das ist das Werk General Tars. Als Reichsfeldmarschall hat er ein Interesse daran, den Krieg zu führen statt den Bürokraten die politische Zersetzung ihrer Gegner zu überlassen. Er gewinnt an Macht und Ruhm, wenn er euren Aufstand mit militärischen Mitteln niederschlägt – und er nimmt mit Sicherheit über alle Kanäle, die ihm offenstehen, Einfluss auf die Kaiserin. Die wiederum ist zu jung und zu unerfahren, um eine klare Gegenkraft darzustellen.“, vermutete Fajal.
„In der Tat, die Kaiserin ist vermutlich kaum in der Lage, sich all den Einflüsterungen von allen Seiten erfolgreich zu entziehen oder zur Wehr zu setzen.“, pflichtete Vicas ihm bei. Das entsprach  der Wahrheit, auch wenn es nicht das ganze Geheimnis hinter der Haltung der Kaiserin war.
„Wie dem auch sei – das Bündnis ist äußerst fragil, mit weniger als einer Rücknahme der Reform dürfen wir uns nicht an den Verhandlungstisch wagen, denn sonst zerreißt das sorgfältig gewobene Netz aus Bündnissen. Mit militärischer Macht allein können wir die Rücknahme der Reform nicht erzwingen, aber wir müssen weder Dalea erobern noch die Kaiserin stürzen, um unsere Ziele zu erreichen. Wir können auf Zeit spielen – wie lange kann sich die Kaiserin ein geteiltes Reich leisten? Wie lange wird es dauern, bis an anderen Ecken schwerwiegendere Probleme auftauchen als eine Reform, die das Land spaltet? Wie lange wird es dauern, bis die Bevölkerung im Süden unter steigenden Getreidepreisen stöhnt und sich auch dort Allianzen zwischen anderen Gruppen bilden, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu wenig in den Entscheidungen des Kaisers berücksichtigt wurden? Selbst wenn Reichsfeldmarschall Tar die zehn Banner der Südprovinzen gegen uns mobilisiert, wird er in zahlreiche Probleme geraten.“
Fajal nickte und strich sich mit den Fingern über sein rundliches Kinn.
„Das ist richtig. Die Nordprovinzen sind schwer zu erobern und noch schwerer zu halten. Die Versorgung mehrerer Banner wird durch die weiten Ländereien erschwert, es gibt keine großen, schiffbaren Flüsse und nur wenige gut ausgebaute Straßen. Wenn die Kaiserlichen Armeen vom Land leben müssen, ziehen Sie den Zorn der Bevölkerung auf sich und erschweren sich ihre Eroberung nur selbst.“, analysierte der alte General.
„Richtig. Einen Bürgerkrieg auf diesem Terrain zu führen, ist keine leichte Aufgabe. Zugegeben, General Tar ist ein Kontrahent, den man nicht unterschätzen darf, aber selbst er kann die weiten Nordprovinzen nicht in einem Jahr erobern. Erst Recht nicht, wenn er einen Gegner hat, den er nicht auf dem Schlachtfeld zerschlagen kann.“
Fajal lachte leise und nahm sich eine hellrote Frucht von der versilberten Platte.
„Es scheint, als hätte ich Recht gehabt, als ich sagte, dass wir uns sehr ähnlich sind, Baron.“, meinte er und biss von der Frucht ab.
„Meine Aussicht auf Sieg ist ebenso gering wie eure, wenn mich General Tar auf offenem Feld stellt. Mein Banner hat die Hälfte seiner Männer durch Scharmützel mit den Schicháss, Machtproben mit kleinen Kriegsherren und Desertation eingebüßt. Wir sind unterversorgt und haben seit Monaten kein neues Kriegsmaterial erhalten. Aber wir halten uns und wir kontrollieren große Teile des Ostgebirges. Das östliche Mittelherauso steht faktisch unter meinem Einfluss. Solange die Kaiserin, wie ihr Vater vor ihr, darauf besteht, dass ich Amt und Würden zusammen mit meinen Waffen niederlege, um mich der Militärgerichtsbarkeit für meine Vergehen zu stellen, werde ich hier ausharren und jeden Angriff mit Hinterhalten und Störmanövern zum Scheitern verurteilen.“, stellte Fajal klar.

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Eine Antwort zu Fajal – Teil 2

  1. Fabiano schreibt:

    Der Gefaellt mir Button wuerde sich gut im Blog machen, oder finde ich ihn nur nicht?

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